wissenschaftliche Studien zur Verkehrswende

Warum wir den Autoverkehr drastisch reduzieren und Radverkehr und ÖPV massiv fördern müssen. – Ein Thread mit den interessantesten wissenschaftlichen Studien zur #Verkehrswende.

Sicherheit

Foscher der University of Colorado Denver und der University of New Mexico haben herausgefunden, dass Städte mit separaten geschützten Radwegen, eine um 44% geringere Unfallrate mit Todesfolge aufzuweisen haben, als andere Städte

Dooring Unfälle

Jeder fünfte Unfall mit Radfahrenden wird durch parkende Autos verursacht, fand eine Studie der Unfallforscher der Versicherer heraus.

Abrieb vom Autoreifen

Etwa 4 kg Gummi, Plastik und Chemikalien werden durch Abrieb von einem Autoreifen bis in die entlegendsten Ecken der Erde verteilt, wie Forscher vom Norwegian Institut for Air Research und der Universität Wien herausfanden

Echte Kosten

Verkehrswissenschaftler der Universität Kassel gingen der Frage nach, welche Kosten Verkehrsmittel wirklich verursachen: Der Autoverkehr kostet die Kommunen das dreifache des ÖPNV.

Einkaufen

Eine britische Studie des Transport of London kommt zu dem Ergebnis, dass Radfahrende sogar 40% mehr Geld in Geschäften ausgeben als motorisierte Verkehrsteilnehmende.

autofrei Einkaufen

Die Regierung von Madrid sperrte im Weihnachtsgeschäft die Innenstadt für Autos. Eine Studie der Großbank Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) zeigt: Gerade in den autofreien Zonen wurde deutlich mehr eingekauft.

Folgekosten

Laut einer Studie der Technischen Universität Dresden, verursacht der Autoverkehr in Deutschland jährlich Folgekosten von 90 Mrd. Euro, von denen 40 Mrd. nicht durch Steuereinnahmen gedeckt sind. Die 50 Mrd. gehen auf Kosten der Allgemeinheit.

Allgemeine Kosten für die Gesellschaft

Eine Studie der Uni Lund kommt zu dem Ergebnis, dass jeder gefahrene Autokilometer die Gesellschaft 11 Cent kostet und jeder gefahrene Fahrradkilometer ihr ein Plus von 18 Cent einbringt.

Staus I

Der unter Verkehrsforschern bekannte Leitsatz „Wer Straßen baut, wird Verkehr ernten“ geht auf eine Studie der Wirtschaftswissenschaftler Gilles Duraton und Matthew Turner aus den USA zurück, die nachwiesen dass Stau mit Straßenausbau zunimmt.

Staus II

Eine Untersuchung der Organisation Transportation of America, die sich für ein besseres Straßen- und Transportsystem einsetzt, zeigt auf, wie in den USA von 1993 bis 2017 mit dem Ausbau der Spurmeilen der Stau zunahm.

T
empolimit

Wie das Umweltbundesamt anhand einer Studie nachweist, würde eine generelle Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h auf deutschen Autobahnen die Treibhausgasemissionen um 2,6 Millionen Tonnen reduzieren.

Stau III

Eine US-Studie in der Stadt Portland kam zu dem Ergebnis, dass der Radverkehr den Autoverkehr kaum ausbremst und keinen Stau verursacht.

Wirtschaftswachstum

ine Studie vom Institut der deutschen Wirtschaft kommt zu dem Schluss, dass die Automobilindustrie nicht mehr das Wirtschaftswachstum in Deutschland prägt.

Jobmotor

Der Bundesverband Zukunft Fahrrad stellte gemeinsam mit dem Verbund Service und Fahrrad und dem Zweirad-Industrie-Verband eine Studie vor, die belegt, dass die Fahrradwirtschaft der Umsatz- und Jobmotor in Deutschland ist.

Pendlerstudie

Radfahrende haben im Vergleich zu Autofahrenden eine um 20 Prozent verringerte Frühsterblichkeitsrate. Dies wurde anhand von Daten aus den Jahren 1991 bis 2016 in einer britischen Gesundheitsstudie an der Cambridge University ermitteltet.

Kosten

Autofahrenden ist nicht bewusst, wie teuer das Fortbewegungsmittel ihrer Wahl tatsächlich ist. Wie Wissenschaftler der Universität Mannheim und Yale herausfanden, werden die Kosten um durchschnittlich 220 Euro im Monat unterschätzt.

Luftverschmutzung

Wissenschaftler des niederländischen Umweltforschungsinstituts CE Delft haben im Auftrag der Europäischen Public Health Alliance ausgerechnet, dass die Luftverschmutzung jährlich Kosten von 166 Mrd Euro und 400000 vorzeitige Sterbefälle verursacht

Popup

Eine Auswertung der Daten des Strava-Netzwerks hat ergeben, dass durch die Einrichtung von Pop-up-Radwegen ein deutlicher Zuwachs des Radverkehrs erzielt wird. In der Berliner Kantstraße nahm der Radverkehr sogar um 260% zu.